Roque Nublo

 

Der Roque Nublo ist zwar nicht der höchste Berg Gran Canarias, sondern erreicht nur eine Höhe von 1.813 Metern, dennoch gilt er als Wahrzeichen Gran Canarias. Der fingerförmige Basaltmonolith mit einer Höhe von 80 Metern ist eine auffällige und außergewöhnliche Erscheinung, die auf dem Roque Nublo – dem Wolkenfels – zu bestaunen ist. Für die Urkanarier war dieser Basaltmonolith eine heilige Stätte, da dieser mit der Erde verwurzelt ist und sich dem Himmel zuwendet. Dieser mystische Ort auf dem Roque Nublo war eine Kultstätte der Guanchen, an der dem Sonnengott Opfer dargebracht wurden.


Geologisch ist der Roque Nublo der Überrest eines einstigen Vulkans. Das weichere Material des im Kamin des früheren Vulkans erhärteten Magmas wurde durch Erosion abgetragen – der härtere, innere Teil blieb in seiner einzigartigen Formation bestehen. Der Roque Nublo mit dem beeindruckenden Basaltmonolithen gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen auf Gran Canaria. Zahlreiche Ausflugsangebote der Reiseveranstalter haben das Wahrzeichen Gran Canarias auf dem Programm – die Tour kann jedoch auch problemlos auf eigene Faust unternommen werden – ohne sich dem Trubel des Massentourismus anschließen zu müssen. Bis zum Parkplatz bei La Goleta können die Ausflügler mit dem Auto oder Bus gelangen – wichtig ist, keine Wertsachen in den Fahrzeugen zu lassen und gerade in den Sommermonaten einen Wasserproviant für die Wanderung mitzunehmen. Von La Goleta aus, das als Knotenpunkt verschiedener Königswege auf Gran Canaria gilt, dauert die Wanderung zum Wolkenfels etwa 40 Minuten – je nach Kondition und Tempo der Wanderer. Der Wanderweg zum Wahrzeichen Gran Canarias ist im Allgemeinen leicht zu bewältigen – nur eine kurze steile Passage gestaltet sich als etwas schwieriger. Der Wanderweg führt am Roque Fraile, dem Mönchsfelsen, vorbei. Die Namensgebung für diese Felsnadel ist einfach zu erkennen – dieser erweckt den Anschein, einen Mann mit Kutte zu sehen. Die Ausblicke während der Tour zum Roque Nublo sind einfach gigantisch mit dem Blick über das Tal und auf das Dorf La Culata. Nach dem Aufstieg an der steilsten Stelle folgt ein Felsplateau, das leicht ansteigt. Wer das Glück hat, von klarem Wetter begleitet zu sein, kann von dem Felsplateau, auf dem der beeindruckende Basaltmonolith zu bewundern ist, eine herrliche Aussicht in alle Richtungen über Gran Canaria genießen. Die Caldera, in dem der Ort Tejeda liegt, der Roque Bentaiga und der Pico de las Nieves bieten ein atemberaubendes Panorama. In westlicher Richtung erwartet die Urlauber bei klarer Sicht ein Blick auf den Teide auf Teneriffa. Ein Sonnenuntergang von dieser Stelle aus ist ein phantastisches Erlebnis – dabei wird der Roque Nublo von rötlichem Licht eingehüllt und erweckt ein Gefühl der Mystik, die den Platz für die Ureinwohner zu einem heiligen Ort werden ließ.