Landschaft

 

Gran Canaria ist eine nahezu kreisrunde Insel, die einen Durchmesser von nur 45 km hat – dennoch kann die Insel mit einer absoluten Landschaftsvielfalt aufwarten. Im Zentrum Gran Canarias ragt der Pico de las Nieves aus dem zentralen Bergland, den Cumbres, mit 1.949 m empor. Zahlreiche Schluchten – Barrancos - verlaufen strahlenförmig vom bergigen Zentrum bis hin zur Küste und bieten herrliche Wandermöglichkeiten mit atemberaubenden Panoramen. Aufgrund der seltenen Regenfälle handelt es sich bei den Barrancos um Trockentäler – allerdings können sich diese bei längerem und heftigem Regen schnell mit Wasser füllen und zu reißenden Sturzbächen werden. Aus diesem Grund wurden die Barrancos in der Nähe von Wohngebieten entsprechend ausgebaut und befestigt, um eine Gefahr durch die möglichen Wassermassen zu vermeiden. Die Besonderheiten der unterschiedlichen und faszinierenden Landschaften auf Gran Canaria sind unter Landschaftshighlights unter der Rubrik Sehenswürdigkeiten näher beschrieben. Wie die anderen Inseln der Kanaren ist auch Gran Canaria vulkanischen Ursprungs. Die immense Anzahl verschiedener Klimazonen hat der Insel nicht nur die Bezeichnung Miniaturkontinent beschert, sondern zeigt sich auch in der Vielzahl unterschiedlichster Landschaften mit vielseitiger Vegetation. Die Landschaft auf Gran Canaria lädt zu Wanderungen, Trekking-Touren oder zu Touren mit dem Mountainbike ein, um die unberührte Natur und die Faszinationen zu entdecken und zu erleben. Das touristische Zentrum liegt im Süden Gran Canarias, der mit einem insgesamt 12 km langen Sandstrand zu herrlichem Badevergnügen einlädt. Die beliebten Urlaubsorte Playa del Ingles, Maspalomas und San Agustin liegen entlang der Strände, die entsprechend von zahlreichen Hotels gesäumt sind. Bei Maspalomas laden die Sanddünen, die sich in einer Länge von 5 km entlang der Südspitze Gran Canarias ziehen, zum Bewundern oder Erkunden ein. Diese bestehen allerdings nicht, wie vielfach vermutet, aus Sand, der aus der Sahara auf die Insel geweht wurde, sondern der Sand ist maritimen Ursprungs – er besteht hauptsächlich aus zerriebenen Muscheln.

 

Geographie


Gran Canaria ist die drittgrößte Insel der Kanaren. Gran Canaria liegt im Atlantik zwischen den beiden größeren Inseln Teneriffa im Westen und Fuerteventura im Osten. Die Küste Südmarokkos liegt etwa 210 km westlich von Gran Canaria – wie bei allen Inseln der Kanaren ist die Entfernung zu Afrika weitaus geringer als bis nach Spanien, zu dem die Kanaren gehören. Der erloschene Vulkan Pico de las Nieves stellt die höchste Erhebung dar, die mit 1.949 m aus den Cumbres im Zentrum der Insel herausragt. Das Wahrzeichen Gran Canarias – der Roque Nublo – erreicht eine Höhe von 1.813 m.


Flora


Gran Canaria verfügt durch ihre 14 Mikro-Klimazonen über eine enorme klimatische und geologische Vielfalt, die sich entsprechend in der Flora und Fauna der Kanareninsel widerspiegelt. Auf Gran Canaria begegnen die Urlauber den unterschiedlichsten Vegetationszonen und zahlreichen endemischen Pflanzenarten, wie der Kanarischen Palme oder dem Drachenbaum – der Norden wird hauptsächlich von Lorbeerwäldern beherrscht, im Süden dagegen ist eine Halbwüstenvegetation vorzufinden. Im trockenen Süden dominieren die Wolfsmilchgewächse, die der Trockenheit bestens angepasst sind. Die Kanaren-Wolfsmilch sieht ähnlich aus wie Kakteen und gehört zu den bekanntesten Wolfsmilcharten im Süden. Verholzte, dickblättrige Natternkopf-Arten, die die Höhe von Sträuchern erreichen, sind ebenfalls ideal an das trockene Klima im Süden angepasst – sowie Feigenkakteen, die ursprünglich aus Amerika stammen. Das Klima der Insel begünstigt ebenfalls das Gedeihen von eingeführten, exotischen Pflanzen, die in zahlreichen Regionen, Naturparks oder botanischen Gärten zu bewundern sind. Die Lorbeerwälder im Norden bestehen aus Azoren-Lorbeer und Baumheide, die das feuchtwarme Klima bevorzugen. Im Norden gedeiht die endemische Kanaren-Glockenblume. Die Hochregionen der Gebirge sind vorwiegend von Kanaren-Kiefern bewachsen. Die Pflanzenwelt auf Gran Canaria ist ebenso vielfältig wie die einzelnen Mikroklimazonen der Insel.

 

Fauna


Im Gegensatz zu der überaus bunten und vielfältigen Pflanzenwelt zeigt sich die Tierwelt Gran Canarias eher spärlich. Giftige Schlangen oder gar Skorpione gibt es auf der Kanareninsel überhaupt nicht. Ziegen, Kühe, Esel, Schafe, Ratten, Mäuse und Kaninchen leben zwar auf Gran Canaria, kamen jedoch begleitend mit den Menschen, die die Insel besiedelten hinzu. Beim Großteil der Wirbeltiere auf Gran Canaria handelt es sich um Vögel und Reptilien, von denen sogar einige Arten endemisch sind. Zu den Vogelarten auf Gran Canaria zählen Turmfalken, Krähen, Bussarde und Tauben. Die Urform des uns bekannten Kanarienvogels – der Kanarengirlitz – ist eine endemische Vogelart. Eidechsen, die auffällig bläuliche Flecken aufweisen, Laubfrösche und Geckos leben in den ländlichen Regionen. Die Welt der Insekten gestaltet sich dagegen mit etwa tausend verschiedenen Arten als äußerst vielfältig auf Gran Canaria. Das tolle ist, dass darunter kaum Stechmücken, Wespen oder lästige Fliegen zu finden sind.
Die Unterwasserwelt ist ebenfalls sehr artenreich und begeistert durch eine bunte Farbenpracht. Viele Delphin-, Hai- und Walarten sind vor der Küste Gran Canarias anzutreffen und können dort in freier Natur beobachtet werden.


Küste


Die Südküste zählt zu den beliebtesten Touristenregionen Gran Canarias. Die Touristenzentren Maspalomas, Playa del Ingles und San Agustin liegen entlang des insgesamt 12 km langen Sandstrandes. Bei Maspalomas können die Urlauber die berühmten Sanddünen entlang der Küste an der Südspitze der Insel bewundern und sich in den Zauber der Wüste versetzen lassen.
Die Küste Gran Canarias misst 236 km, etwa 60 km davon sind Strandregionen mit unterschiedlichsten Merkmalen – die meisten der Strände im Süden und Osten bestehen aus feinem, hellem Sand. Die Strände im Norden und Westen sind bis auf wenige Ausnahmen Stein- und Kiesstrände, die zum Baden eher ungeeignet sind aufgrund der extremen Strömungen – bei Wellenreitern dagegen sind gerade diese Strandregionen sehr beliebt.