Die Gemeinde La Aldea de San Nicolas


Die Gemeinde La Aldea de San Nicolas, die bis 2005 noch San Nicolas de Tolentino genannt wurde, liegt im Westen Gran Canarias mit einer Fläche von ca. 124 km². Die Gemeinde ist noch sehr wenig vom Tourismus beeinflusst, sondern eher landwirtschaftlich geprägt. Vor allem der Anbau von Tomaten spielt in der Gemeinde eine wichtige Rolle – daher kommt der Beiname Tal der Tomaten. Von den zahlreichen Stauseen in den Bergen erfolgt die Wasserversorgung der unzähligen Tomatenplantagen in dieser Region. Außer Tomaten werden in La Aldea de San Nicolas auch Gemüse, Kartoffeln und verschiedene Früchte angebaut.
Die Gemeinde ist gemessen an der Fläche die drittgrößte der Insel. Durch die geographische Lage ist die Gemeinde von den restlichen Teilen der Insel stark isoliert – Steilküsten, Berge und tiefe Schluchten begrenzen die Gemeinde. Durch den fruchtbaren Boden ist die Gemeinde für Naturliebhaber ein absolutes Highlight – in dieser üppigen Vegetation gedeihen zahlreiche endemische Pflanzenarten und verschiedenste Palmen.
Der Strand Playa de Güi-Güi ist zwar wunderschön, dafür jedoch ziemlich abgelegen und äußerst schwer erreichbar – dasselbe gilt für einige weitere, wundervolle Strände in der Region.

 

Der Ort La Aldea de San Nicolas


Das Dorf La Aldea de San Nicolas präsentiert sich in einer gut erhaltenen, wunderschönen kanarischen Architektur. Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert aus Stein und Lehm, die teilweise mit Dächern aus Palmwedeln bedeckt sind,  können dort bewundert werden. Im Kontrast dazu stehen die Häuser in typisch kanarischer Architektur mit den wunderschönen Holzbalkonen. Eindrucksvoll sind die Häuser La Casa del Balcon, das Casa del Corredor und die Casas Blancas.


Übernachten in der Gemeinde La Aldea de San Nicolas


Da der Tourismus hier kaum Einzug gehalten hat, stehen keine Unterkünfte über Pauschalreisen zur Verfügung. Wer sich für einen Aufenthalt in der schönen und doch isolierten Gemeinde entscheidet, kann vor Ort Zimmer in Pensionen oder kleinen Hotels oder Ferienwohnungen mieten.


Infrastruktur


Kurvenreiche Straßen verbinden die Gemeinde mit Agaete im Norden und Mogan im Süden. Eine Fahrt durch das Inselzentrum bietet sich ebenfalls an, diese ist jedoch äußerst langwierig, was durch die herrlichen Panoramen auf der Strecke etwas ausgeglichen wird. Die Gemeinde liegt sehr isoliert und ist aufgrund der Umgebung nur über die kurvigen Bergstraßen zu erreichen.


Sehenswertes


Los Azulejos, die farbigen Felsschichten liegen im Gemeindegebiet in Richtung Mogan. Die Einzigartigkeit von Los Azulejos ist unter den Landschaftshighlights bei den Sehenswürdigkeiten näher beschrieben.
Cactualdea, einer der größten Kaktusgärten Europas lädt zu einem Besuch ein – Cactualdea ist unter den Museen und Themenparks detaillierter beschrieben.
Das Naturschutzgebiet Güi-Güi war mit seinen 2 Stränden zu den Zeiten der Hippies sehr bekannt. Die schönen Strände, deren Sand nur bei Ebbe zu sehen ist, können nur über eine lange Bergwanderung erreicht werden – die einsamen Strände haben keinerlei Infrastruktur.
Im Gemeindeteil Puerto de la Aldea findet immer am 11. September die Fiesta del Rama statt. Dieses ausgelassene Fest hat seinen Ursprung im Jahr 1766. Damals hatte der Bischof den gesamten Ort exkommuniziert, weil es Frauen und Männer wagten, gemeinsam im örtlichen Tümpel zu baden. Zum Höhepunkt der Fiesta springen alle Leute bekleidet in den Teich Charco.
Ein weiteres, originelles Volksfest ist die Fiesta del Charco. Diese Feier findet in der Lagune des Ortes statt. Zur Attraktion der Fiesta gehört das Fangen der Steinbeißer-Fische in der Lagune mit der bloßen Hand oder auf eine andere Art.
Der Mirador El Balcon ist ein Aussichtspunkt auf der etwa 500 Meter senkrecht abfallenden Steilküste oberhalb der Stadt Aldea. Vom Mirador aus kann über die grandiose Steilküste bis hin nach Agaete geblickt werden.