Dünen von Maspalomas

 

An der Südspitze Gran Canarias erleben die Urlauber das Gefühl, sich inmitten der Wüste zu befinden. Die berühmten Dünen von Maspalomas breiten sich mit einer Länge von 6 Kilometern und einer Breite zwischen 1 und 2 Kilometern über die Südspitze der Insel aus und versetzen die Urlauber in eine faszinierende Wüstenwelt. Sogar Kamelreiten wird von Maspalomas aus in die Dünenlandschaft angeboten, sodass das Saharafeeling noch verstärkt wird. Entgegen der früheren Annahme, dass es sich bei dem Sand der Dünen um von der Sahara herübergewehten Sand handelt, wurde erwiesen, dass der Sand zum großen Teil maritimem Ursprungs ist und aus zerriebenen Korallen und Muscheln bestehen, die aus dem Atlantik angeschwemmt wurden. Ein weiterer Teil des Sandes stammt aus der Erosion der felsigen Küste. Am Leuchtturm in den Dünen können die Urlauber die Oase La Charca bewundern, die zahlreiche Wasservögel als Brutstätte auserkoren haben. Die Oase und die faszinierenden Sanddünen stehen seit 1987 unter Naturschutz.

 

Die Attraktion der Wüstenlandschaft der Sanddünen von Maspalomas gehört zu den Wahrzeichen Gran Canarias und ist durch ihre Einzigartigkeit ein touristischer Anziehungspunkt. Nach der Ernennung der Dünen anno 1987 zum Naturschutzgebiet mit nationaler Bedeutung folgten im Jahr 1994 weitere Schutzmaßnahmen durch die Ernennung eines Areals von 403 Hektar zu einem bedeutenden Naturschutzgebiet – schließlich waren die Dünen während der 60er- und 70er-Jahre stark gefährdet durch unkontrollierten Tourismus und stetigen Baumaßnahmen.
Die imposanten Sanddünen entstehen durch den Passatwind, der den Sand landeinwärts trägt. Dort trifft der Sand auf Hindernisse, was die Auftürmung zu Dünen veranlasst. Der Sand und der enorme Salzgehalt sowie die Trockenheit lassen in dieser Region nur eine Vegetation zu, deren Pflanzen sich an diese Gegebenheiten angepasst haben. Zahlreiche der Tier- und Pflanzenarten in den Dünen von Maspalomas sind endemisch und kommen entweder nur auf den Kanaren vor oder sogar nun in dieser speziellen Region an der Südspitze Gran Canarias.
Bei der Oase La Charca, die am Leuchtturm zu bewundern ist, handelt es sich vermutlich um den Rest eines Flussdeltas, das vor etwa einer Million Jahren am Fuß des Barranco de Fataga entstanden war. Nach den Umweltsünden vergangener Jahre wurde die Oase, die ein Vogelparadies darstellt, schwer in Mitleidenschaft gezogen. Seit der Ernennung zum Naturschutzgebiet und der Erkenntnisse im Umweltschutz wird versucht, die Oase wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.