Botanischer Garten

 

Der Jardin Botanico Canario „Viera y Clavijo“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert – der botanische Garten liegt im Tal von Guiniguada bei Tarifa Alta und ist etwa 7 km von der Hauptstadt Las Palmas entfernt. Zahlreiche endemische Pflanzenarten können dort bewundert werden – diese sind dort geschützt und werden erforscht. Auf einem Areal von 27 Hektar erwartet die Besucher die Faszination der Flora Gran Canarias, die bei einem wundervollen Spaziergang durch den Park die Urlauber begeistert. Durch die zahlreichen Mikroklimas gilt die Insel als Miniaturkontinent, dessen beeindruckende Flora mit etwa 2.000 Arten von Pflanzen im botanischen Garten erkundet werden kann. Trotz des immensen Umfangs in der Gestaltung des Gartens und der zahlreichen Highlights ist der Eintritt in dieses kleine Paradies frei.

 

Im Jahr 1983 wurde im botanischen Garten von Gran Canaria damit begonnen, eine Pflanzensamenbank für Pflanzen aus der Region der Kanaren, der Azoren und von Madeira anzulegen. Der botanische Garten ist in mehreren Teilbereichen angelegt, die jeweils besondere Highlights zu bieten haben. Im unteren Bereich des Gartens kann eine Steinbrücke bewundert werden, bei der es sich um einen originalgetreuen Nachbau der früheren Brücke handelt, die die Stadtteile Vegueta und Triana der Hauptstadt Las Palmas in der Vergangenheit miteinander verband. Der Fuente de los Sabios – der Brunnen der Weisen ist eine weitere Attraktion auf dem großen Areal des Gartens.

Zu den schönsten Gartenbereichen zählt der Platz von Matias Vega, an dem die Besucher am unteren Eingang des Gartens die hoch gewachsenen Kanarischen Palmen bestaunen können. Bei dieser Palmenart handelt es sich um endemische Pflanzen, die nur auf den Kanaren wachsen.

Der Teilbereich Garten der Inseln bietet den Urlaubern einen Anblick von saftigen, grünen Rasenflächen – diese sind von 7 Beeten umgeben, die für die sieben Inseln der Kanaren stehen. Jedes Beet wurde mit den typischen Pflanzenarten der einzelnen Inseln bepflanzt.

Ein weiteres Highlight stellt der Garten der Kakteen und Sukkulenten dar. Dort lassen sich die verschiedensten Arten von Kakteen und Sukkulenten bewundern. Bei Sukkulenten handelt es sich um Fettpflanzen, zu deren Gattung die Aloe gehört. Sowohl Kakteen, als auch Sukkulenten sind in der Lage, Wasser zu speichern und können somit in den trockenen Regionen problemlos existieren.

Im makaronesischen Dekorgarten gedeihen Pflanzen, die typisch für die Kanaren, die Azoren und für Madeira sind. Diese Pflanzen haben einen hohen dekorativen Wert.

Ein weiterer Teilbereich ist der verborgene Garten, der sich in einem tropischen Gewächshaus befindet. Dort werden die Besucher von wunderschöne Blumen und Pflanzen bezaubert.

Der Kiefernwald El Pinar ist ein wunderschöner Kiefernhain, der zu einem Waldspaziergang einlädt. Der Weg ist von duftenden Kiefernnadeln gesäumt und durch die hohen Kiefern wird ausreichend Schatten gespendet.

El Bosque de Laurisilva ist der Teilbereich des Lorbeerwalds im botanischen Garten. Der kleine Lorbeerwald wurde 1964 angepflanzt – früher waren ganze Flächen auf Gran Canaria von Lorbeerwald bedeckt, die Leider den Rodungen der spanischen Eroberer zum Opfer gefallen waren, um Anbauflächen für das Zuckerrohr zu schaffen. So endeten viele der Lorbeerbäume als Brennholz.

Auf dem Seerosenplatz kann ein kleiner Teich mit unzähligen Seerosen bewundert werden. Das Quaken der Frösche, die zwischen den Blättern der Seerosen sitzen, ist bereits von weitem zu hören. Der Seerosenplatz gilt als beliebter Treffpunkt und wird oft für Konzerte oder andere Open-Air Veranstaltungen genutzt.